MilitärdienstverweigererIn inhaftiert

1. September 2008

Hallo,

es gibt doch noch einen Artikel, denn heute habe ich eine Mail gelesen, die ich gerne hier reinstellen will.

weiterführende links:
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3585534,00.html
http://www.newprofile.org/showdata.asp?pid=1235

Viele Grüße,
Miriam



CO Sahar Vardi sentenced to 7 days in military prison

- Please distribute widely -

Dear Friends,                                    sahar_vardi.jpg


CO Sahar Vardi, 18, from Jerusalem, has been sentenced today (25 Aug) to 7 days in military prison (more will likely follow after she is released).
Sahar is the third conscientious objector, and the first woman, to be imprisoned among a new group of high school seniors, who signed a collective declaration of refusal to serve in the Israeli army of occupation, and in the work of organising which she has been very strongly involved.

While she stresses the importance of resisting the occupation of Palestine as a motive for her refusal, Sahar’s conscientious objection is also rooted in a wider pacifist position. In a letter to the Minister of Defence, declaring her refusal to serve in the military, She wrote:

I have been to the occupied Palestinian territory many times, and even though I realize that the soldier at the checkpoint is not responsible for the wretched policy of the oppressor towards civilians, I am unable to relieve that soldier of responsibility for his conduct … I mean the human responsibility of not causing another human being to suffer.

The bloody times in which I live (consisting of assassinations, aggression, bombings, shootings) results in increasing numbers of victims on both sides. It is a vicious circle that emanates from the fact that both sides elect to engage in violence. This choice I refuse to take part in.

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In Deutschland

21. August 2008

Hallo,

wie die Überschrift schon sagt, bin ich wieder zu Hause angekommen. Ich dachte eigentlich, dass Deutschland mir komisch vorkommen würde, tut es aber nicht. Das einzige was sich richtig seltsam anfühlt, ist, dass alle deutsch sprechen. Ich freue mich auf viele nette Wiedersehen,

Miriam

3. Rundbrief

5. August 2008

Hallo,

der dritte Rundbrief ist fertig.

Viel Spass beim lesen. In wenigen Tagen schon geht mein Flugzeug, deshalb kann ich dieses Mal als Abschiedsgruß “Bis Bald” sagen,

Miriam

Familienurlaub

31. Juli 2008

Hallo,

etwas verspätet, aber dennoch, gibt es einen Artikel über den Urlaub, den ich mit meiner Familie verbracht habe. In den Pfingstferien kamen sie mich besuchen. Ich habe Reiseführerin gespielt und ich finde wir sind ziemlich viel herumgekommen. Die erste Tage haben wir in Jerusalem verbracht. Hier ist ein Bild vor dem Felsendom. Hinein durften wir leider nicht und Kirstin und ich waren nicht geschlossen genug gekleidet und sind sowieso nur mit Glück bis an den Felsendom herangekommen.

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Zwischenfall am Checkpoint Huwwara

28. Juli 2008

Hallo,

Am Wochenende war ich mit einem Freund in Nablus. Wir haben die Stadt bewundert mit dem alten Marktteil und ein bisschen eingekauft. Nablus ist für drei Dinge berühmt. Süßspeisen, Seife aus Olivenöl und Mercedeswerkstätten. Mercedes sind zwar mehr als in anderen Städten herumgefahren, aber es gab auch mindestens genausoviele VW. Eine Seifenfabrik haben wir auch wirklich gefunden, in der sogar fast gearbeitet wurde :-) und wir haben uns den Genuss von Kanäfe, einer berühmten Süßspeise aus Käse und Zucker, nicht entgehen lassen.

Es war ein ziemlich ruhiger Tag, doch als wir durch den Checkpoint, durch den die Stadt vom restlichen Teil der Westbank getrennt ist, zurückgehen wollten, gab es einen unschönen Zwischenfall.

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Liebe Grüße,
Miriam

Jerusalem March for Pride and Tolerance

22. Juli 2008

Gastartikel von boese

Heute Nachmittag fand der Jerusalem March for Pride an Tolerance statt. Es begann im Independence Park (Nähe Ben Yehuda). Dort gab es schon massives Polizeiaufgebot , die Taschen wurden kontrolliert und Busse blockierten die Straßen, um vor Autoanschlägen zu schützen. Aber, laut Haaretz (da sind interessante Kommentare unter dem Artikel) waren dieses Jahr nur 2000 Polizisten da, letztes Jahr waren es mehr als zehntausend.

Ich war mit zwei Frauen und einem Mann da und im Indepence Park trafen wir dann fast die komplette Zivibesatzung Jerusalems von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste , die dort eifrig Kondome und Hinweise zu einem kostenlosen AIDS-Test verteilten, weil sie dort in einem Projekt mitarbeiten (so ganz offiziell war das dann aber doch nicht?!).

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Fotos von Felix

8. Juni 2008

Hallo,

auf dieser Seite stellt Felix seine kunstvollen Fotos online.

http://flickr.com/photos/27244261@N06/

Grüße,

Miriam

Am Turm

5. Juni 2008

Ich sitze in der Kirche und verkaufe den Turmeintritt. Ein Mann wartet auf einen anderen, der den Turm besteigt.

Hallo? Kann ich ihnen helfen?
- Ich warte auf jemanden, der auf dem Turm ist.
Und sie wollen nicht auf den Turm?
- Ich habe mein Bein gebrochen und kann die Stufen nicht raufgehen. Ich arbeite als Tourguide.
Sie sollten ins Krankenhaus gehen.
- Ich war im Krankenhaus. Die Operation kostet 10 000 Schekel. Das ist zuviel. Ich wohne in einem Flüchtlingslager in Bethlehem.
Wie haben sie ihr Bein gebrochen?
- [trockenes lachen] Ich habe keine Genehmigung um den Checkpoint zu passieren. Seit 10 Jahren warte ich auf Genehmigungen. Ich habe mein Bein das erste mal vor 2 Jahren gebrochen, als ich über die Mauer geklettert bin. Vor ein paar Tagen bin ich wieder von der Mauer gefallen und habe es wieder gebrochen.
Welche Mauer? DIE MAUER?
- Ja. Sie haben den Wasserkanal zugemacht, der unter der Mauer durchging. Den haben wir normalerweise benutzt. Also musste ich wieder klettern und ich bin dummerweise runtergefallen.
Aha, und wie sind sie dann heute hierher gekommen?
- [lacht wieder] Wir warten an einem kleinen Checkpoint, bis ein Bus kommt und die Soldaten beschäftigt sind. Dann rennen wir. Wenn sie uns erwischen erschießen sie uns. Das verrückt. Ich bin hier geboren, aber man sagt mir, dass ich ein Terrorist bin und hier [Jerusalem] nicht hindarf. Wenn ich Geld hätte würde ich sofort auswandern.
Wohin?
- Egal, jedes Land ist besser als hier. Gefällt es dir hier?
Ja, für mich ist es anders. Ich habe es einfach. Ich darf überall hin. Das ist ungerecht. Es tut mir so leid.
-Ja, das ist ungerecht. Siehst du diesen Mann. Er kommt aus Russland. Er kam hier [Israel] her und man hat ihm Geld gegeben und die Staatsbürgerschaft. Er ist auch ein Tourguide.
Ja, die israelische Regierung will, dass viele Menschen kommen, damit nichtarabische Israelis die Mehrheit behalten.
-Ja, das ist der einzige Grund. Oh, er ist vom Turm unten. Ich muss gehen.
Viel Glück

Hauszerstörung

21. Mai 2008

Ich habe gerade eben gehört, dass heute in dem arabischen Wohnviertel, direkt neben der Auguste-Victoria-Stiftung, Häuser von Bulldozern mit Unterstützung der IDF (Israeli Defense Forces) zerstört wurden.

In kürze mehr.

Hier ein Link zu ICAHD - Israeli Committee Against House Demolitions


Also hier ist die Aktualisierung:

Vorgestern, am 21. Mai wurde ein Wohnhaus im arabischen Viertel Atur in Ostjerusalem von 3 Bulldozern eingerissen. Es waren ungefähr 50 israelische SoldatInnen anwesend, 50 Internationale aus der Umgebung und von Menschenrechtsorganisationen, die BewohnerInnen der Hauses und viele Menschen aus der Umgebung. Das Haus wurde gewaltsam geräumt und dann zerstört. Den Grund habe ich noch nicht herausgefunden. Das Haus das zertört wurde stand direkt neben dem Haus in dem ich wohne. Es ist noch eine Mauer und ein gr0ßes Stück Garten dazwischen und ich kenne die Menschen nicht, aber sie sind auch nie als unangenehme Nachbarn aufgefallen.

Häuszerstörung wird als Kollekitvstrafe praktiziert, wenn ein Mitglied der Familie einen Anschlag verübt hat. Ich habe aber von keinem Anschlag in der letzten Zeit gehört.
Häuser werden auch zerstört, wenn sie ohne Baugenehmigung gebaut werden. Das dürfte eher der Fall gewesen sein, denn Baugenehmigungen in Ostjerusalem werden von Israelischen Behörden ausgestellt, und das nur sehr begrenzt. Gleichzeitig herrscht große Wohnungsknappheit, sodass viele Menschen ohne Baugnehmigung bauen. Und diese Häuser werden dann oft wieder zerstört, ohne Entschädigung. Oft müssen die Betroffenen noch dafür bezahlen. Wenn die Familie ihr Haus selbst zerstört, dann sind die Kosten geringer, weshalb es auch vorkommt, dass eine Familie ihr eigenes Haus zerstört.

Wenn ein Haus zerstört wird passiert das meistens ohne direkte Vorankündigung. Das heißt eine oder mehrere Familien verlieren auf einen Schlag ihr zuhause. Es gibt aber mehr Häuser, die nach Israelischem Recht illegal gebaut wurden, als auf einen Schlag zerstört werden können, weshalb viele Häuser unter Hauszerstörungsandrohung stehen. Das bedeutet, auch wenn das eigene Haus nicht zerstört wurde, ist jeden Tag die Möglichkeit dazu da. Das stellt eine enorme psychische Belastung dar. Jeden Tag ist es fraglich ob das Zuhause am Abend noch existiert oder nicht.

Dieses Foto habe ich 2 Tage nach der Zerstörung gemacht.

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Jordanien

11. Mai 2008

Hallo,

Ich habe noch gar nicht von meinem Jordanienurlaub anfang diesen, nein -ya allah- schon letzten Monats, berichtet. Für 4 Tage hab ich mich mit Nicole aufgemacht und wir sind von Amman nach Petra, von dort in die Wüste des Wadi Araba und dann über Aqaba und Eilat wieder nach Jerusalem gefahren.

Amman, die Hauptstadt von Jordanien, ist richtig riesig. So fühlte es sich jedenfalls an. Wir hatten das Glück, eine Mitfahrgelegeneheit von einem unserer deutschen Nachbarn hier zu bekommen, und der hat uns dann in Amman sogar seinen Fahrer zur Verfügung gestellt mit dessen Hilfe wir es einigermaßen problemslos geschafft haben das archäologische Partnerinstitut zu dem, in dem ich in Jerusalem arbeite, zu finden, wo wir übernachteten.
An Altertümern hat Amman nicht viel zu bieten, aber ich fand die Menschen dort unheimlich spannend. 2 Freunde, die in Amman Volontariat machen haben uns die Stadt gezeigt. Wir sind durch Viertel gekommen, die mich an die arabischen Viertel in Jerusalem erinnert haben. Ohne Nachzudenken habe ich sie mit dem Satz kommentiert: “Jetzt sind wir also auf der arabischen Seite.” Logischerweise ist in Jordanien aber alles arabisch. :-) Die Cafes und Parks der reicheren Viertel unterscheiden sich äußerlich nicht von denen in Paris, Rom oder Berlin. Die Jugendlichen der Oberschicht wählen oftmals sogar Englisch als Umganssprache und nicht Arabisch. Der einzige Unterschied, der offensichtlich ist, sind die Moscheen und die Kopftücher, die viele Frauen tragen, jedoch längst nicht alle. Hier ist ein Bild aus einem Einkaufszentrum

Am nächsten Tag sind wir mit dem Bus nach Petra gefahren. Das ist eine Ruinenstadt, in der die Ruinen aber nicht nur aus alten Steinen bestehen, sondern aus Höhlen, die in die Felsen gehauen sind. Petra liegt in einer Landschaft, die ich jetzt einfach mal als Bergwüste bezeichne. In diese zerklüfteten Felsen sind Höhlen gehauen, manche bis zu 10 Metern hoch mit riesigen Säuleneingängen. Das ganze ist ein Touristenattraktion, die Touristen aus aller Welt anzieht. Und Nicole und ich hatten genauso viel Spass die Touristen zu bestauen, wie die Höhlen. Da gab es indische Großfamilien, die in ihren leuchtenbunten Gewändern auf den Felsen rumgeklettert sind vor denen eine arabische Frau in Vollverschleierung neben ihrem Mann in Shorts, T-Shirt und Hut sitzt, an dem gerade eine asiatische Frau mit besticktem Sonnenschirm vorbeischlendert und sich über eine junge Deutsche wundert, die lachend zu einer Araberin hinüberschaut, die auf ihrem Kopftuch eine Baseballkappe trägt…


Heute leben in einigen Höhlen immer noch Beduinen, von denen die meisten ihren Lebensunterhalt verdienen, indem sie den Touristen Schmuck und andere schöne oder für manchen Geschmack auch weniger schöne :-) Sachen verkaufen oder Esel- und Kamelreiten anbieten. Die Höhlen sind aber nicht so primitiv, wie sich das Wort Höhle vielleicht anhört. Sie sind wie Räume, mit Eingangstüren und Schränken und Matratzen. Es sieht ähnlich aus wie Einzimmerwohungen in der Jerusalemer Altstadt. Für deutsche Verhältnisse wahrscheinlich doch karg und ärmlich, aber trotzdem etwas anderes als das Wort Höhle suggeriert. Manche haben sogar einen kleinen eingezäunten Vorgarten vor ihrer Höhlenwohung. Nicole und ich haben 2 nette Beduinen kennengelernt, und durften ihre unglaubliche Gastfreundschaft genießen. Auf diese Gastfreundschaft stößt man hier immer wieder. Es ist einfach schön, dass es so normal ist fremde Menschen einfach zum Tee einzuladen. Und obwohl wir zwei junge Mädchen sind mussten wir uns keine der Sprüche und Bemerkungen, die wir aus Jerusalem schon gewohnt sind, anhören. Wir wurden einfach als Menschen und nicht als Frauen behandelt und kein bisschen angemacht. Daher haben wir auch zugestimmt am nächsten Tag einen Jeep zu mieten und in die Sandwüste zu fahren. Das ist unglaublich. Überall Sand. :-) Und unter dem Sand noch mehr Sand. Wir sind eine Sanddüne hochgeklettert, doch bei jedem Schritt den ich nach oben tun wollte, rutschte ich 2 wieder herunter. Am Ende bin ich ziemlich außer Atem auf allen vieren doch noch oben angelangt und wenn man die Technik raus hat sich durch ein Tuch vor dem herumwirbelnden Sand zu schützen ist es wunderschön. Das Runterrutschen hat mich dann ein wenig an Schlittenfahren erinnert.
Irgendwann haben wir an einer Wasserstelle halt gemacht. Und wie hätte es auch anders sein können mitten in der Wüste ein kleines Feuer gemacht um … Tee! zu trinken. Als wäre das nicht schon bizarr genug, kommen plötzlich Kamelherden zu der Wasserstelle. Das bedeutet, dass sich plötzlich neben uns ca. 50 Kamele getummelt haben, getrunken und im Sand geduscht haben.

Am nächsten Morgen sind wir dann wieder nach Petra gefahren und haben von dort nach einigen Tassen …??? genau, Tee! einen Buss nach Aqaba genommen. In Aqaba waren wir hauptsächlich faul, leider aber nicht am Strand, da es uns amöffentlichen Strand zu unangenehm war vor den Augen der arabischen Familien baden zu gehen, was für Frauen dort nicht unbedingt schicklich ist, und wir zu faul waren einen Privatstrand zu suchen. Wir sind lieber Orangensaft und Fruchtcocktail schlürfend in einem kleinen Cafe sitzten geblieben.

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Und das war auch schon mein Jordanienurlaub.
Ich hoffe euch geht’s alles gut.
Viele Grüße, Miriam